am schlimmsten war die dienstagsmüdigkeit.

es war oft dienstag im weltall. an sonntagen hörte er scriabin oder die alten mclaughlin-platten. putzte sich heraus, und ab und an hatte er tags zuvor eine fensterscheibe geschafft, nippte dann am tee, blickte auf supernovae und schwarze einöde.

er hatte erwogen, einen garten auf dem dach des forschungslabors anzulegen, aber die elektrischen rosen waren bald eingegangen.

er dachte an die baufälligen gasleitungen, und ob er sie nicht einfach anzapfen sollte, ein streichholz und ende. die montage konnte er als irreal verbuchen, ihr sound noch geprägt von wochendenden, kleine paralleluniversen. dienstagmorgens, bei der kleinsten nachlässigkeit, fuhr das schicksal sich fest. pelziger geschmack abgestandener hoffnungen.

draußen magnetstürme, raumrauschen. er zog die sonnenblende herab und fand eine halbgelesene, zerfledderte lacan-ausgabe unter dem bett. morgen ist ein neuer, dachte er bei sich und schlief ein.

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